Alexander Wrabetz will zum vierten Mal bei der Wahl zum ORF-Generaldirektor kandidieren. Um eventuelle Konkurrenten macht er sich keine Sorgen.

Aller guten Dinge sind offenbar vier, denn Alexander Wrabetz (61) will am 10. August zum vierten Mal bei der Wahl zum ORF-Generaldirektor kandidieren. Dieses Amt hat er bereits seit 2007 inne.

Ansage, nicht Bewerbung
Offiziell startet die Bewerbungsfrist zwar erst im Juli, der Sozialdemokrat Wrabetz hat den mehrheitlich türkis-grünen 35-köpfigen Stiftungsrat des ORF aber schon vorab informiert. “Es ist auch keine Überraschung, es hat sich abgezeichnet”, meint Wrabetz bei einer Online-Pressekonferenz, “und es ist jetzt ein guter Zeitpunkt zu sagen ‘Ja, ich will’.”

Erfahrung als Krisenmanager
Bei den Argumenten, die am 10. August für ihn sprechen sollen, setzt Wrabetz nicht zuletzt auf die betriebliche Bewältigung der Corona-Krise: “Ich habe gezeigt, dass ich das Unternehmen in schwierigen Zeiten führen kann. Ich habe Zukunftsprojekte begonnen und große Lust und Freude, diese umzusetzen.” Ab dem nächsten Jahr soll der ORF mit dem “ORF Player”, dem neuen multimedialen Newsroom und einer Job-Initiative das Personal, aber auch das Publikum verjüngen. “Ich will das, was ich entworfen habe, auch mit Leben befüllen.”

Chance auf Wiederwahl
Diese wäre für ihn “durchaus gegeben”. Hinsichtlich eines ÖVP-Gegenkandidaten meint Wrabetz ruhig: “Schauen wir mal. An Spekulationen möchte ich mich nicht beteiligen.”

Keine höhere GIS
Trotz Innovationen soll unter Wrabetz IV nichts teurer werden: “Wir müssen das auch so schaffen.”