Flüge in ganz Deutschland unterbrochen, als das Bodenpersonal der Lufthansa beginnt

Flüge in ganz Deutschland unterbrochen, als das Bodenpersonal der Lufthansa beginnt

Flüge in ganz Deutschland unterbrochen, als das Bodenpersonal der Lufthansa beginnt

Ein Streik des Bodenpersonals des Airline-Riesen Lufthansa hat mehrere deutsche Flughäfen getroffen. Mindestens 134.000 Passagiere sind betroffen, wobei die Ausfälle voraussichtlich die ganze Woche andauern werden. Als der Streik am Mittwochmorgen begann, blieben die meisten Lufthansa-Maschinen am Boden.

Der Streik wurde von der Gewerkschaft Verdi ausgerufen, die angesichts steigender Inflation und chaotischer Bedingungen in der Luftfahrtbranche für höhere Löhne für rund 20.000 Beschäftigte kämpft. Flüge werden regelmäßig gestrichen, Gepäck verschwindet und an Flughäfen gibt es diesen Sommer lange Schlangen.

Diese Probleme sind hauptsächlich auf einen lähmenden Personalmangel zurückzuführen, nachdem Unternehmen während der Pandemie Personal entlassen oder Arbeitnehmer gegangen sind, um andere Jobs zu finden.

Lufthansa hat in dieser Woche vorsorglich mehr als 1.000 Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München gestrichen. Die Fluggesellschaft befürchtet weitere Ausfälle und Verspätungen bis Freitag, dem letzten Schultag vor den bayerischen Sommerferien.

Insgesamt 134.000 Passagiere mussten bisher ihre Reisepläne ändern oder ganz stornieren.

Neben den 1.023 gestrichenen Flügen mit LH-Flugnummern könnten auch Verbindungen mit Schwesterairlines wie Swiss, Austrian und Air Dolomiti gestrichen werden, da diese von Lufthansa-Bodenpersonal abgewickelt werden. Die nicht streikende Eurowings-Tochter führe nach eigenen Angaben einen weitgehend normalen Flugbetrieb im Netz durch.

Lufthansa riet betroffenen Fluggästen, nicht zu den Flughäfen zu kommen, da dort die meisten Schalter nicht besetzt sind.

Beim vorangegangenen Arbeitskampf waren die Terminals am Tag des Streiks weitgehend leer gestanden. Laut Verdi streiken die Beschäftigten an den Drehkreuzen Frankfurt und München sowie in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln seit Mittwoch, 3.45 Uhr.

Zu den zum Streik aufgerufenen Mitarbeitern gehören Schalterpersonal, Flugzeugtechniker und Fahrer, die Flugzeuge an die richtigen Stellen am Flughafen bringen. Der Streik wird voraussichtlich bis 6 Uhr morgens am Donnerstag andauern. Verdi rief zu Protesten an Flughäfen in Frankfurt, Hamburg und München auf.

Lufthansa und Verdi führten zwei Gesprächsrunden über die künftigen Löhne und Arbeitsbedingungen der rund 20.000 Bodenmitarbeiter durch. Ein drittes Treffen ist für den 34. August in Frankfurt geplant.

Verdi lehnte ein erstes Angebot der Lufthansa als zu niedrig ab. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von 9,5 % oder mindestens 350 Euro monatlich. Außerdem will er einen Mindeststundenlohn von 13 Euro für das Personal.

Schreibe einen Kommentar