Die städtische Musikschule stellt sich für die Zukunft auf: Nachdem die Einrichtung mit Marc Fischer im Herbst einen neuen Leiter gefunden hat, verstärkt seit dem 1. März Daniela Stünkel als seine Stellvertreterin das Team. Die motivierte 26-Jährige will ebenfalls frischen Wind in die Musikschule bringen, die Arbeit mit Schulen und Kitas intensivieren und Jung und Alt für Musik begeistern.

Ihr Start in Kelsterbach? Der sei „mega-gut“ gewesen, freut sich die Musikpädagogin, die nach zahlreichen Besprechungen und Schulungen für die anstehenden Aufgaben bereit ist. „Auch wenn wegen Corona gerade nicht sehr viel geht“, bedauert Stünkel, die am liebsten sofort mit neuen Projekten loslegen möchte. Doch wegen der Pandemie heißt es zunächst: den Online-Unterricht weiterführen, Konzepte für die Ausrichtung der Musikschule erstellen, Öffentlichkeitsarbeit machen, auch über Social-Media-Kanäle. „Aber ich bin da sehr optimistisch“, betont sie.

Die Liebe zur Musik wurde der gebürtigen Rüsselsheimerin mit kolumbianischen Wurzeln in die Wiege gelegt. „Bei uns Zuhause lief immer das Radio, es wurde viel gesungen oder Gedichte gelesen.“ Gerade in der Familie ihrer Mutter, die aus Kolumbien stammt, spiele Musik eine große Rolle. „Da wird auf den Straßen, aber auch im heimischen Wohnzimmer gemeinsam musiziert“, beschreibt Daniela Stünkel die Bedeutung von Musik in dem südamerikanischen Land. Schon früh an die Musik herangeführt, habe sie allerdings ihr deutscher Vater, schmunzelt die junge Frau. Ihre Mutter dagegen habe sie, die zweisprachig aufgewachsen ist und neben Deutsch unter anderem fließend Spanisch spricht, für Sprachen begeistert. Gefördert wurde ihre Liebe zur Musik dank engagierter Lehrkräfte auch in den Schulen, zunächst in der Grundschule Hasengrund, wo sie Blockflöte lernte und im Schulchor mitsang – Letzteres habe sie zunächst partout nicht machen wollen, da sie als Kind sehr schüchtern gewesen sei, erinnert sie sich.