Deutschlands Top-Führungskräfte und CEOs sind jetzt in Peking. Sie sind mehr denn je von China abhängig

Deutschlands Top-Führungskräfte und CEOs sind jetzt in Peking. Sie sind mehr denn je von China abhängig

Deutschlands Top-Führungskräfte und CEOs sind jetzt in Peking. Sie sind mehr denn je von China abhängig

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz traf am Freitag mit einer Delegation von Spitzenkräften in China ein. An die Chinesen richtete er eine klare Botschaft: Die Geschäfte mit Chinas zweitgrößter Volkswirtschaft müssen weitergehen.

Scholz traf laut einem chinesischen Staatsmedienbericht am Freitagmorgen den chinesischen Staatschef Xi Jinping in der Großen Halle des Volkes in Peking. Laut einem chinesischen Staatsmedienbericht wird die deutsche Bundeskanzlerin auch Ministerpräsident Li Keqiang treffen.

Nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle wird Scholz von einer Delegation begleitet, die aus 12 Branchengrößen aus Deutschland besteht. Dazu gehören die Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen (VLKAF), der Deutschen Bank (DB), Siemens (SIEGY) und dem Chemieriesen BASF (BASFY). Die Delegation wird sich hinter verschlossenen Türen mit chinesischen Unternehmen treffen.

Die Gruppe kam in China an, ohne sich der siebentägigen Hotelquarantäne unterziehen zu müssen. Bilder zeigten in Schutzmatten gekleidetes medizinisches Personal, das das Flugzeug am Beijing Capital International Airport begrüßte, um die offizielle Covid-19-Delegation zu inspizieren.

Laut CCTV forderte Xi Deutschland und China auf, in einem komplexen und volatilen internationalen Umfeld zusammenzuarbeiten. Er sagte auch, dass der Besuch das gegenseitige Verständnis und Vertrauen stärken, die pragmatische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen vertiefen und die nächste Phase der chinesisch-deutschen Beziehungen planen werde.

Scholz‘ Besuch in China – der erste seit drei Jahren von einem G7-Führer – kommt, während Deutschland auf eine Rezession zusteuert. Es äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Interessen Chinas.

Deutschland muss seit dem Einmarsch in die Ukraine in diesem Jahr seine Abhängigkeit von russischer Energie aufgeben. Einige in der Koalitionsregierung von Scholz machen sich Sorgen über die wachsende Verflechtung Chinas. Während Peking erklärte, dass es in seiner Freundschaft mit Russland keine Grenzen habe, verschlechtern sich Chinas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

Die jüngsten Spannungen wurden durch die heftige Debatte über das Angebot der staatlichen chinesischen Reederei Cosco zum Kauf eines 35-prozentigen Anteils an einem der Terminals im Hamburger Hafen unterstrichen. Die Höhe der Investition wurde auf Druck einiger Regierungsmitglieder auf 24,9 % reduziert.

Deutschland ist besorgt über das mögliche Abkommen, da es sein könnte, dass Chinas engere Beziehungen kritische Infrastrukturen anfälliger für den politischen Druck Pekings machen und auch zu unverhältnismäßig vorteilhaften Geschäften für chinesische Unternehmen führen könnten.