Deutschland: Brand, Explosionen in Berliner Munitionslager der Polizei

Deutschland: Brand, Explosionen in Berliner Munitionslager der Polizei

Deutschland: Brand, Explosionen in Berliner Munitionslager der Polizei

Die Feuerwehr hat zu einem Brand im noblen Grunewald im Westen der deutschen Hauptstadt reagiert. Ein Munitionslager war betroffen und Rettungsdienste meldeten Explosionen am Tatort.

Im Berliner Grunewald ist am frühen Donnerstagmorgen nach einer Explosion in einem Munitionslager ein Feuer ausgebrochen, die deutsche Hauptstadt ist immer noch mit sengenden Sommertemperaturen konfrontiert.

Am Donnerstagabend waren weitere Explosionen zu hören, berichteten lokale Medien.

Die Feuerwehr kämpfte noch mit der Eindämmung der Flammen und wird die Lage am Freitag neu bewerten.

Die Gefahr weiterer Explosionen und herumfliegender Trümmer hinderte die Feuerwehrleute daran, das Feuer systematisch zu löschen. Das Personal musste einen Kilometer Abstand zu den Flammen halten.

Der Sprecher der Berliner Feuerwehr, James Klein, erläuterte die Herausforderung, vor der die Feuerwehrleute stehen.

Was wir hier haben, ist ein Waffenlager. So werden Kampfmittel gelagert und auch Feuerwerkskörper und andere Gegenstände, die ebenfalls explodieren können, detonieren.

Dort sind verschiedene Items gelagert, daher kann es zu kleineren und größeren Explosionen kommen. Wir sind optimistisch, denn die ebenfalls dort befindlichen schweren Kampfmittel werden entsprechend gekühlt und in Stahlcontainern gelagert, damit wir sie schützen können.

Häuser waren nicht direkt von dem Feuer bedroht, obwohl die Beamten warnten, dass trockene Bedingungen und die für Donnerstag erwartete außergewöhnliche Hitze dazu führten, dass sich das Feuer ausbreiten könnte. Die Feuerwehr sagte jedoch, sie würde Sachschäden verhindern.

Klein erklärte, dass die Feuerwehr einen Ring um die Sperrzone bilden würde, um bereit zu sein, das Feuer zu bekämpfen, wenn es sich ausbreitet.

Wir haben jetzt rund um den 1.000-Meter-Radius Löschfahrzeuge aufgestellt und können dann, wenn das Feuer den Radius erreicht, auch direkt mit den Löscharbeiten beginnen, damit das Feuer dort nicht ausufert“, sagte er.

Der Wald sei knochentrocken, sagte Jan Thomsen, Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz.

Bis zum Abend hatte sich das Feuer auf 50 Hektar ausgebreitet, aber die Behörden gehen davon aus, dass das Feuer über Nacht vollständig eingedämmt werden kann.

Brand beeinträchtigte Bahnbetrieb, Autobahn 

Der nationale Bahnbetreiber Deutsche Bahn sagte, dass das Feuer Auswirkungen auf Nah- und Fernverkehrszüge habe.

Auch ein Autobahnabschnitt zwischen Spanischer Allee und Hüttenweg wurde in beide Richtungen gesperrt, ebenso wie zwei kleinere Straßen, wie die örtlichen Verkehrsbehörden mitteilten. Die Feuerwehr sagte, es sei wahrscheinlich, dass der als AVUS bekannte Straßenabschnitt für den Rest des Donnerstags geschlossen bleiben würde.

Ein Polizeisprecher sagte, es sei noch nicht klar, wie es zu den Explosionen gekommen sei. Das Gelände dient der Lagerung und kontrollierten Explosion von Munition oder Waffen, die von den Waffenbeseitigungseinheiten der Berliner Polizei sichergestellt wurden.

Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey besuchte die Szene später am Donnerstag und bezeichnete die Ereignisse als beispiellos in der Nachkriegsgeschichte Berlins. Sie dankte den Einsatzkräften für die Eindämmung des Brandes.

Der 3.000 Hektar große Grunewald ist eine der größten Grünanlagen Berlins und erstreckt sich vom westlichen Stadtrand bis nach Potsdam.

 

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