Deutsche Zentralbank bemerkt Anzeichen von Rezession und Vervielfachung.

Deutsche Zentralbank bemerkt Anzeichen von Rezession und Vervielfachung.

Nach Angaben der Bundesbank sorgte die Kürzung der russischen Gasversorgung für sehr angespannte Gasmarktbedingungen.

Die Erklärung der Deutschen Bundesbank vom Montag deutete darauf hin, dass es wahrscheinlicher wird, dass Europas größte Volkswirtschaft im Laufe der Zeit schrumpfen wird, da Russland die Energielieferungen an den Kontinent reduziert.

Die Anzeichen für eine Rezession der deutschen Wirtschaft mehren sich, warnte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. Sie warnte vor einem breit angelegten und anhaltenden Rückgang der Wirtschaftsleistung.

Der wahrscheinlichste Grund für den Einbruch waren Einschränkungen auf der Angebotsseite, bei denen es sich um reduzierte Energielieferungen nach der russischen Invasion handelte.

Moskau hat die Gaslieferungen nach Europa zurückgefahren und die Nord Stream-Pipeline seit dem 31. August geschlossen, was die deutsche Wirtschaft unter Druck setzt.

Deutschland war stark von russischen Energieimporten abhängig, um seine Häuser zu heizen und seine Industrie mit Strom zu versorgen, wobei 55 % seines Gases vor dem Konflikt direkt aus Russland stammten.

Das deutsche BIP wuchs im April und Juni um 0,1 %, aber eine wachsende Zahl von Wirtschaftsindikatoren wie das Verbraucher- und Geschäftsvertrauen hat begonnen, rot zu werden.

Laut Bundesbank dürfte die Wirtschaft im dritten Quartal leicht schrumpfen, so die Bank. Dies ist vor einem deutlichen Rückgang in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 und Anfang 2023.

Darin heißt es, dass die Kürzung der russischen Gasversorgung die Gasmärkte sehr angespannt habe.

Deutschland könnte eine formelle Kraftstoffrationierung vermeiden, aber die Unternehmen müssten ihren Verbrauch reduzieren, um die Produktion einzustellen oder zu begrenzen, so die Zentralbank.

Es sei unwahrscheinlich, dass die Auswirkungen so stark ausfallen würden wie im Adverse Scenario, das die Bundesbank im Juni erstellt hatte. Dieses Szenario sah vor, dass die Wirtschaft bis 2023 um 3,2 % schrumpfen würde.

Die Aussichten seien jedoch äußerst ungewiss, teilte die Bundesbank mit.

Die Inflationsraten befinden sich aufgrund der Reduzierung der Gasversorgung seit Jahrzehnten auf einem Allzeithoch.

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im August um 7,9 % gestiegen und liegen damit deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 %.