Hymne für einen besonderen Ort in Frankfurt – Projekt der Band Fellaws Kingdom

Das Lied ist komponiert, nun sucht die Band Fellaws Kingdom aus Frankfurt nach Geldgebern für ein Video. Denn sie will einen ganz besonderen Lockdown-Treffpunkt in Frankfurt ehren. Frankfurt – Ursprünglich wollte die Band Fellaws Kingdom im vergangenen Jahr ihr drittes Album produzieren. Pandemie-bedingt mussten sie ihre Pläne aufschieben. Jetzt visieren die Musiker den Herbst dieses Jahres für die Veröffentlichung an. Die konzertfreie Zeit haben sie genutzt, um viele neue Songs zu schreiben und zum Teil gleich schon aufzunehmen. Und da sich in den Corona-Lockdowns viele Aktivitäten ins Netz verlagert haben, will die Frankfurter Ska-Band zwei Single-Auskopplungen vorab als professionell produzierte Videos als Appetizer veröffentlichen.

„Es ist schon lange ein großer Traum von uns, Musikvideos zu machen, das ist aber immer eine Budgetfrage gewesen“, erklärt Enrique Heil, der singende Posaunist der Gruppe, warum sich das Septett jetzt für ein Crowdfunding auf dem Startnext-Portal entschieden hat und um finanzielle Hilfe bittet. Bis 20. Juni wird Geld gesammelt, je nach Höhe des Betrages können sich die Spender Karten für die Vorpremiere der Videos im Filmforum Höchst, eine Unterrichtsstunde mit einem der Instrumentalisten oder gar ein Wohnzimmerkonzert sichern. Zwei Stücke sollen im Sommer zusammen mit dem Medienkollektiv Frankfurt produziert werden: „Dub vom Günni“ und „Revolution“. Der Song „Dub vom Günni“ ist den Musikern eine Herzensangelegenheit. „Das ist unsere Hymne an den Günthersburgpark, die muss sein, denn da können wir mit allen Freunden und Freundinnen im Sommer ein Video drehen und schön das zelebrieren, was wir dort jahrelang gemacht haben“, erinnert sich Heil an die Zeit des „Rumhängens im Park“.

Enrique Heil, den alle Quico nennen, zog mit 15 Jahren aus Berkersheim in die Nähe des „Günni“. Auch Lucas Baumeister, Sänger und Gitarrist der Fellaws, wohnte damals da. „Wir haben unsere erste kleine Punkband gegründet mit einem Kumpel, der am Uhrtürmchen gewohnt hat.“ Die Bandtreffen fanden im Park, der zum Nordend gehört, statt. „Als Bernemer Kids haben wir ihn aber für uns reklamiert“, gehörte der Park fortan zu Bornheim.

„Ich kann mich aber auch dran erinnern, dass Lucas da mit der Gitarre im Gras saß, ich meine Posaune dabei hatte und wir zusammen was trällerten“, lacht der heute 29-Jährige. „Wenn man nach Feten den Rest der Nacht dort verbrachte, um den Morgen grauen zu sehen, erlebte man, dass die Polizei vorbeifuhr und fragte: Was macht ihr denn hier noch? Wie alt seid ihr denn? Zeigt doch mal eure Ausweise.“ Ihre Zeilen von „Dub vom Günni“ erinnern daran.

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