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Veröffentlicht am 19.11.2014 von Harry Pfliegl

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Peter Kraus: das Ende einer Ära

Der Schauspieler, Sänger und Entertainer Peter Kraus scheint nicht zu der Sorte Künstler zu gehören, die bis zum Umfallen auf der Bühne stehen wollen: Pünktlich zu seinem 75. Geburtstag erschien das Album „Zeitensprung“, und im Oktober startete die Tournee „Das Beste kommt zum Schluss“, mit der er sich von seinen Fans verabschieden will.

Für die Bühne geboren?

Eine gewisse Nähe zum Showbusiness hatte Peter Kraus von klein auf, schließlich war er der Sohn des österreichischen Sängers, Schauspielers und Regisseurs Fred Kraus, der eigentlich Krausenecker hieß. Peter Kraus wuchs sowohl in seiner Geburtsstadt München, als auch in Wien und Salzburg auf. Seine Eltern förderten das Talent des Sohnes schon früh und ließen ihn Gesangsunterricht, Step- und Schauspielkurse besuchen. Das zahlte sich insofern aus, als Peter Kraus mit 14 Jahren die Rolle des Jimmy in der Verfilmung des Erich-Kästner-Klassikers „Das fliegende Klassenzimmer“. Ein Jahr später, also 1955 entdeckt Peter Kraus den Rock´n´Roll, lernt Gitarrenspielen und setzt sich das Ziel, Musiker oder Sänger zu werden.

Ein deutscher Elvis?

Im Kongresssaal des Deutschen Museums hat er bei einem Konzert von Hugo Strasser 1956 die Gelegenheit, als Gast auf die Bühne zu gehen und wird daraufhin von der Presse als deutscher Elvis gefeiert. Nun nimmt Gerhard Mendelson, der schon Ted Herold entdeckt hatte, unter seine Fittiche und produziert ihn für das Wiener Label Polydor Records. Es dauerte nur wenige Jahre und Hits wie eine deutsche Version von Little Richards „Tutti Frutti“, bis Peter Kraus einer der bekanntesten deutschen Rock´n´Roll-Sänger und Teenageridol geworden war. Allein in den ersten vier Jahren seiner professionellen Karriere nahm er 36 Titel auf und verkaufte mehr als zwölf Millionen Schallplatten.

Bekannt wurde Peter Kraus dadurch, dass er gern mit Kollegen im Duett sang. Beispielsweise avancierte er zusammen mit Conny Froboess, mit der er für zwei Filme vor der Kamera stand, zum Traumpaar des deutschen Kinos.

Ein Künstler mit vielen Facetten

Während Peter Kraus in den ersten Jahren noch stark von seinem Vorbild Elvis Presley beeinflusst war, entwickelte er nach und nach seinen eigenen Stil, den er gerne auch dem aktuellen Zeitgeschmack anpasste. Parallel zu seiner Karriere als Sänger und Musiker gelang es ihm, sich als Schauspieler zu profilieren. So stand Peter Kraus für mehr als 30 Filme vor der Kamera. Darüber hinaus moderierte Peter Kraus in den 1970er Jahren zwei Unterhaltungsserien und versuchte sich als Maler. Diese Werke, die sich stilistisch an Roy Liechtenstein orientieren, stellte Peter Kraus mehrfach in Zürich und St. Moritz aus.

Bild: Michael Gstettenbauer

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