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Veröffentlicht am 16.06.2015 von Harry Pfliegl

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Mit Frank Zander gegen den Strom schwimmen

Wer Frank Zander rein in die Schublade der schlagerlastigen Stimmungskanone einordnet, tut dem Künstler mehr als Unrecht. Denn Frank Zander wurde schon 1977 vom Musikmarkt, einem deutschen Branchenblatt, als erfolgreichster deutscher Interpret ausgezeichnet. Der rund: Sein Song Oh, Susi wurde in Bayern zensiert und durfte nicht gesendet werden, wodurch er zum Superhit wurde. Und genau das scheint das Geheimnis seines Erfolges zu sein. Denn Frank Zander macht alles anders als alle anderen und schwimmt seit mittlerweile mehr als vier Jahrzehnten erfolgreich gegen den Strom.

Die künstlerischen Anfänge

In die Welt der Kreativen trat der gebürtige Berliner Frank Zander nach der Schule ein, als er eine Ausbildung zum Grafiker absolvierte. Nachdem er diese erfolgreich abgeschlossen hatte, schnupperte Frank Zander als Sänger und Gitarrist der Gloomy-Moon-Singers erstmals Bühnenluft. Seine Solo-Karriere startete Frank Zander Mitte der 1970er Jahre, als er Erfolgstitel wie Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, Ich trink auf dein Wohl, Marie oder Oh, Susi veröffentlichte und bereits 1977 mit dem Bronzenen Otto der Jugendzeitschrift Bravo ausgezeichnet wurde. Von Anfang an war die raue Stimme, die als Folge einer Mandelentzündung, die Frank Zander nicht auskuriert hatte, sein Markenzeichen.

Die multiple Persönlichkeit Frank Zander

Ab 1978 veröffentlichte Frank Zander unter dem Pseudonym Fred Sonnenschein, der mit seinen Freunden, den Goldhamstern Rudi, Walter, Max und Fritz auftrat. Als Fred Sonnenschein gelang Frank Zander die erste goldene Schallplatte für den Titel Ja, wenn wir alle Englein wären, der in Deutschland vier Wochen lang an der Spitze der Charts war und die Top Ten anderer europäischer Länder erreichte. Anschließend parodierte Frank Zander Trios Erfolgshit Da, da, da sowie Falcos Jeanny. Ein weiteres Pseudonym schickte Frank Zander 1989 mit Hier kommt Kurt ins Rennen.

Frank Zander im Fernsehen

Schon frühzeitig hatte sich Frank Zander neben der Musik ein zweites Standbein als Moderator aufgebaut. So hatte er von 1977 bis 1980 gemeinsam mit Helga Feddersen regelmäßig Auftritte in einer WDR-Comedyshow. Später folgten Sendungen für die ARD, das ZDF und RTL, beispielsweise die RTL Kinderhitparade. Hinter der Kamera arbeitete Frank Zander bei verschiedenen Synchronisationen, etwa für Asterix der Gallier und Asterix – Sieg über Cäsar.

Foto: von Auto1234 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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